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Gewaltfilme - Gewaltspiele und reale Blutbäder
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11.03.09 20:05
Narrator 



Zitat
Gewaltfilme - Gewaltspiele und reale Blutbäder

Bezugnehmend auf den Beitrag von Popcorn:

Popcorn:
Sind solche Filme der Grund dafür ?

STUTTGART: Bei einem Amoklauf im baden-württembergischen Winnenden sind mindestens 16 Menschen getötet worden, darunter der mutmaßliche Täter selbst. Der 17-Jährige habe während eines Schusswechsels mit der Polizei auch zwei Passanten getötet. Nach Angaben des Innenministeriums in Stuttgart war der ehemalige Schüler am Morgen in die Schule eingedrungen und hatte während des Unterrichts in zwei Klassenräumen um sich geschossen. Dabei tötete er mindestens zehn Schüler. Zuvor hatte er vor der Schule bereits einen Passanten erschossen. Zwei weitere Menschen soll er während seiner Flucht erschossen haben.

http://www.filmeforum.com/board/neue-fil...s-cut-1_21.html





11.03.09 21:32
Abahachi 



Zitat
Re: Gewaltfilme - Gewaltspiele und reale Blutbäder

Von meiner Seite ein ganz klares NEIN.

Weder Videospiele (die ich auch spiele) noch Filme können einen gesunden Menschen zu einer derartigen Tat bewegen.
Mir ist jedoch klar , dass wieder einmal die Diskussion über Gewaltspiele und Gewaltfilme auflodern wird.

Wer Fiktion und Realität nicht mehr auseinander halten kann ist schwer krank.

Der Junge hatte in meinen Augen schwerwiegende psychische Probleme die aufgrund der Ignoranz der Eltern nicht erkannt wurden.

Eine Waffe und Munition frei zugänglich zu deponieren ist die viel größere Straftat.

Austicken kann jeder von uns (das Gen tragen wir alle in uns). Die Möglichkeit Menschen zu erschiessen haben jedoch nur die , die derart einfach an Waffen und Munition kommen.

Gruß

Abahachi

12.03.09 08:10
Narrator 



Zitat
Re: Gewaltfilme - Gewaltspiele und reale Blutbäder

In vielen Punkten stimme ich Dir zu, jedoch nicht in allen !

Wenn Kinder und Jugendliche ohne Schwierigkeiten Zugang zu Gewaltfilmen und Gewaltvideospielen haben, besteht schon eine gewisse Gefahr. Oft können sie in Ihrem Alter die Realität des Lebens mit den in Gewaltfilmen gezeigten Szenen noch garnicht unterscheiden! Doch wie will man dagegen wirken, wenn Eltern sowas ignorieren ?
So eine Tat wie gestern kann immer wieder passieren, doch passiert es fast immer nur in Schulen, das sollte schon zu denken geben!

12.03.09 15:01
Cinestar 



Zitat
Re: Gewaltfilme - Gewaltspiele und reale Blutbäder

Völlig durchgeknallt solche Typen !
Jeder hat mal den Wunsch mit der Knarre durch die Behörden zu gehen aber machen kann man sowas nicht ! Spiele und Filme zeigen viel Gewalt aber wer zu so einer Tat fähig ist gehört normalerweise in eine geschlossene Anstalt.

12.03.09 15:33
Abahachi 



Zitat
Re: Gewaltfilme - Gewaltspiele und reale Blutbäder

@ Narrator: Wenn ein Mensch mit 17 Jahren (sprich fast volljährig) den Unterschied zwischen Fiktion und Realität nicht kennt ist das ein massives Krankheitsbild.

"Killerspiele" haben den Effekt Aggressionen, die in uns allen sind, abzubauen, OHNE das ein wirklicher Mensch schaden nimmt.

Killerfilme sind bei weitem nicht so brutal wie die Tagesschau.

Wenn sich ein kleines Kind (bis zehn, zwölf Jahre) fürchtet bei einem Film und Angst hat, wird es nicht schlafen können und die Eltern sind gelinde gesagt Idioten doch das Kind wird nie zu einer Waffe greifen.

Liebe grüße

Abahachi

PS: und hier die neue Diskussion.... ich hasse es
http://www.focus.de/digital/games/amokla...aid_379561.html

Zuletzt bearbeitet am 12.03.09 15:41

12.03.09 16:51
Narrator 



Zitat
Re: Gewaltfilme - Gewaltspiele und reale Blutbäder

Ich habe gerade gehört, dass er eine Vorliebe für Tischtennis hatte.

Die Diskussion Killerspiele war aber in dieser Richtung zu erwarten...

12.03.09 21:56
VHS 



Zitat
Re: Gewaltfilme - Gewaltspiele und reale Blutbäder

Counter-Strike war zu Zeiten der v1.0 das meistgespielte Onlinespiel überhaupt, mit deutschlandweit mehr Spielern als Zuschauern der Bundesliga. Solch einen internationalen Trend als Anhaltspunkt für einen Amoklauf zu nehmen macht bei diesem Ausmaß, in welchem das Spiel praktiziert wird, nicht nur aus statistischer Sicht absolut keinen Sinn. Aber man kennt ja die alte Leier...

Zitat:
Wenn Kinder und Jugendliche ohne Schwierigkeiten Zugang zu Gewaltfilmen und Gewaltvideospielen haben, besteht schon eine gewisse Gefahr. Oft können sie in Ihrem Alter die Realität des Lebens mit den in Gewaltfilmen gezeigten Szenen noch garnicht unterscheiden! Doch wie will man dagegen wirken, wenn Eltern sowas ignorieren ?
So eine Tat wie gestern kann immer wieder passieren, doch passiert es fast immer nur in Schulen, das sollte schon zu denken geben!
Sehe ich absolut nicht so. Ich bin zwar der Meinung, die Eltern sollten kontrollieren, was in den Kinderzimmern vorgeht, aber ich denke nicht, dass "Kinder" so realitätsfremd sind, dass sie den Unterschied nicht erkennen. Immerhin sprechen wir hier von einem 17 jährigen jungen Erwachsenen und nicht von einem 4 jährigen Pokemonkind.

Zudem sollte ich vielleicht erwähnen, dass stellenweise in den Französisch-LKs an deutschen Gymnasien Texte von de Sade gelesen werden. http://de.wikipedia.org/wiki/Die_120_Tage_von_Sodom_(Buch)
Zitat: "Diese Passionen enthalten Erzählungen über Praktiken wie das Töten von Kindern vor ihren Müttern, das Herumwühlen in den Eingeweiden noch lebender Körper, das Masturbieren während des Folterns einer Vielzahl von Frauen und Männern bis zu ihrem Tode."
Jawohl, sowas wird (oder wurde zu meiner Schulzeit) an deutschen Schulen als Vertreter der Hochliteratur gelesen! NIEMAND, aber auch wirklich NIEMAND soll sich über diesen Kindergarten namens "Killerspiele" aufregen!

13.03.09 08:14
Narrator 



Zitat
Re: Gewaltfilme - Gewaltspiele und reale Blutbäder

Die Diskussion entflammte ja schon bei Steinhäuser in Erfurt!
Der Verkauf von Gewaltspielen ist so von der Sache her an Jugendliche unter 18 Jahren verboten. In der Realität sieht es aber so aus, dass solche Verbote in Zeiten von Globalisierung nichts wert sind - bekommt man Spiele wie Blood 2, Doom 3, Manhunt 2 oder andere Psychogames nicht in Deutschland, reicht im Prinzip der Bestellvorgang in Österreich um an solche Games heranzukommen. Ich rede hier nicht von diesem Uralt-Spiel Counter Strike, welches in den Medien so gerne genannt wird, sondern von echten Gewaltspielen und lieber VHS, die würde ich nicht als Kindergarten bezeichnen!

Manhunt 2: Bitte nur Leute mit starken Nerven anschauen !



Dieses Spiel ist in Österreich ohne Altersbeschränkung, dabei fragt man sich warum es dort keine Massaker dieser Art wie regelmässig in Deutschland gibt? Oder hat man nur mit Verboten den Verkauf solcher Spiele angeheizt anstatt sich damit auseinanderzusetzen?

Zuletzt bearbeitet am 13.03.09 08:17

13.03.09 17:44
rainer 

Zitat
Re: Gewaltfilme - Gewaltspiele und reale Blutbäder

Ehrlich gesagt nerven mich diese Debatten schon lange! Selber zocke ich keine "Killerspiele" (typisch deutscher Begriff übrigens) und möchte mich deshalb nicht zum "Verteidiger" dieser Games aufschwingen. Aber meiner Ansicht nach sprechen folgende Fakten gegen Simplifizierungen, wie wir sie seit Jahren erdulden müssen:

1. Amokläufe bzw. Gewalt per se existieren seit Menschengedenken, nicht erst seit 10, 20 Jahren. Was also löste diese vor 30 Jahren aus? Heavy-Metal-Musik? Was löste Amokläufe dann vor Heavy-Metal-Musik aus? Fernsehen? Und vor dem Fernsehen? etc.

2. Wieso wird eigentlich nie die wahre Schuldfrage angesprochen? Die Verantwortung trägt der Mörder selbst, Punkt. Nicht seine Eltern, "die Gesellschaft", Film X, Game Y oder Rapper Z. Würde unsere Psyche so "einfach" funktionieren, wie man uns das einzureden versucht, wären wir Menschen nichts weiter als dämliche Maschinen, die man beliebig programmieren kann.

3. Was gegen die These der verrohenden Killerspiele, Horrorfilme, etc. spricht, sind jene Weltregionen, die solcherlei Medien weder verbreiten, noch überhaupt dulden. Unter den Taliban in Afghanistan war so ungefähr alles verboten, was unsereins das Leben angenehmer macht. Und? Waren das fanatische Irre oder liebenswerte Pazifisten? Man verstehe mich nicht falsch: Ich ziehe nicht den Umkehrschluss, dass die Taliban nur Filme gucken und in die Disco hätten gehen sollen, um ein bisschen lockerer zu werden. Ich möchte nur zeigen, dass die Absenz der angeblich verrohenden Medien keineswegs eine Eindämmung unserer Aggressionen bewirkt.

Letzten Endes ist es stets eine Frage der Persönlichkeit, für welchen Weg man sich entscheidet. Ich liebe Horrorfilme, habe als Kind mit Plastiksoldaten Krieg gespielt und bin trotzdem ein ungemein friedfertiger Mensch. Wieso? Ich weiß es nicht. Es liegt einfach in meiner Natur. Bei allem Verständnis für die Suche nach dem Motiv, das immer ein Stückchen weit eine "Sinnfrage" darstelt: Vielleicht entziehen sich diese Motivationen unserem Verständnis im gleichen Maße, wie ein anderer sich fragen wird, warum ein Typ wie ich Horrorgeschichten schreibt oder der Nachbar Schlagermusik liebt.

13.03.09 18:49
VHS 



Zitat
Re: Gewaltfilme - Gewaltspiele und reale Blutbäder

Zitat:
Ich rede hier nicht von diesem Uralt-Spiel Counter Strike, welches in den Medien so gerne genannt wird, sondern von echten Gewaltspielen und lieber VHS, die würde ich nicht als Kindergarten bezeichnen!
Ich kenne Manhunt, ich kenne Soldier of Fortune, ich kenne Postal und all die anderen. Ich bezog mich mit der Bezeichnung "Kindergarten" explizit auf den Vergleich zu den Werken von de Sade, die als "Kulturgut" ihren Weg in die Schulen gefunden haben.
Lese de Sade, schaue den Film dazu: http://www.youtube.com/watch?v=jz-tXCQPZbE

Und solange SOLCHER Krempel in den Schulen gelesen wird, kann ich über jede Killerspielediskussion einfach nur lachen.
So lange exzessive Gewalt auf dem Papier stattfindet, scheint sie in Ordnung zu sein, um es so auszudrücken.

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