| Gewaltfilme - Gewaltspiele und reale Blutbäder |
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13.03.09 19:12 Abahachi

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Re: Gewaltfilme - Gewaltspiele und reale Blutbäder
Zitat rainer:
"Re: Gewaltfilme - Gewaltspiele und reale Blutbäder
Ehrlich gesagt nerven mich diese Debatten schon lange! Selber zocke ich keine "Killerspiele" (typisch deutscher Begriff übrigens) und möchte mich deshalb nicht zum "Verteidiger" dieser Games aufschwingen. Aber meiner Ansicht nach sprechen folgende Fakten gegen Simplifizierungen, wie wir sie seit Jahren erdulden müssen:......"
Und wieder kann ich Dir nur voll und ganz recht geben!! Ich hab mit meinem Sohn Counter Strike gespielt um auch zu sehen was da abgeht. Abgesehen davon, dass ich nicht den Hauch einer Chance gegen ihn hatte war es trotz "Killerspiel" schön mit ihm etwas zu machen was an sich sein Metier ist. Geschicklichkeit und Taktik ist gefragt um durchzukommen. Das eigentliche "Umlegen" ist schon fast Nebensache.
Wie auch immer: Ich habe es in meinem ersten Thread geschrieben. Wer das Spiel, die Fiktion nicht von der Realität unterscheiden kann ist sehr krank.
Der für mich bei diesem Massaker einzig Schuldige ist der Vater. Wer Waffen und Munition zugänglich "rumliegen" lässt gehört eingesperrt!
Liebe Grüße Abahachi
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14.03.09 11:55 Narrator

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Re: Gewaltfilme - Gewaltspiele und reale Blutbäder
Ich kenne ein 13 Jähriges Kind aus dem Bekanntenkreis, der tatsächlich bei Videospielen nur nach dem Blutfaktor seine Auswahl trifft, Kopf ab mit allen möglichen Waffen, die zur Vefügung stehen, heisst die Devise ! Ich verstehe nicht, wie Eltern sowas zulassen können, dass er solche Spiele in dem Alter schon spielt. Auch aus seinem Mund habe ich schon ähliche Aussagen, wie " durch die Schule mit einer Pumpgun gehen " gehört !!! Es gibt Menschen, die in diesem Alter wahrscheinlich den Unterschied zwischen Spiel und Realität erkennen, andere wiederum nicht...
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17.03.09 18:37 Cinestar

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Re: Gewaltfilme - Gewaltspiele und reale Blutbäder
Erstaunlich wie schnell es wieder ruhig um den Fall geworden ist. Gegenmaßnahmen wird es und kann es nicht geben, also bis zum nächsten Mal. So hart es klingt aber es wird wieder passieren.
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18.03.09 19:04 rainer
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Re: Gewaltfilme - Gewaltspiele und reale Blutbäder
Zitat: So hart es klingt aber es wird wieder passieren. Ja, und das ist eben das ganze Dilemma daran: Man kann es nicht verhindern! Gerade wir Mitteleuropäer tendieren dazu, Risiken zu 100% ausschließen zu wollen. Nur: Das funktioniert einfach nicht. Und Maßnahmen im eigentlichen Sinn kann es nicht geben, weil solche Gewalttaten extrem selten und unvorhersehbar sind. Das sind bedauerliche Einzelfälle, die medial ausgeschlachtet werden und deshalb herausstechen. Nüchtern betrachtet sind es extrem seltene Einzelfälle. Was wir in den Medien erleben, sind lediglich Nachbetrachtungen, und das ärgert mich: Wenn sich dutzende Psychologen hinstellen und klug daherschwafeln, was zu dem Ausbruch führte, wie man ihn hätte verhindern können, etc. Ja, klar: Hinterher sind wir halt immer klüger ...
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19.03.09 10:35 Narrator

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Re: Gewaltfilme - Gewaltspiele und reale Blutbäder
Die Frage bleibt auch weiterhin bestehen. Sind Gewaltspiele oder Gewaltfilme der Auslöser für solche Massaker? Wurde nicht gerade in Deutschland durch Verbote und FSK 18 Aufklebern auf den Covern der Filme und Games das Prädikat " Sehr wertvoll für Kinder und Jugendliche " verliehen.

Für mich ganz klar ein Versagen der Behörden und Ämter, jeder sollte sich bewusst sein, dass Verkaufsverbote mit solchen Werbebildchen den Verkauf nur anschieben, anstatt einzuschränken. Kinder und Jugendliche prägen eine Vorliebe für Verbotenes. Und einen Verkauf an Kinder wird man auch nicht dadurch verhindern können. In kleinen Gamestores kommen Kinder ungehindert an die ungekürzte Gewaltware, ob mit Oma oder anderen einfachen Tricks. Ich spreche aus Erfahrung, denn ich habe bis im Jahre 1999 selber einen Gamestore geleitet. Und da waren die offiziellen Verkaufs Top Ten in Zeitschriften und Auswertungen von Media Control den jungen Leuten nicht mehr als Lächeln übrig. Die Underground Verkaufsschlager waren die Doom, Die Hard, Projekt Overkill, Blood, Chasm oder andere indizierte Spiele. Die noch dazu gerade auf dem PC mit unglaublichen Preisvorteilen angeboten wurden. Heute sind es die Postal oder Max Payne Spiele, derne Inhalt sich kaum geändert hat, im Gegensatz zur besseren und realtätsgetreuen Grafik.
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12.04.09 17:09 m1tch1

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Re: Gewaltfilme - Gewaltspiele und reale Blutbäder
Also bei dem Thema kann ich meist nur lachen wenn ich sehe wie die Behörden nie ein oder aus wissen und dann nur ein Wort stammeln können - KILLERSPIELE.
Ich glaube nicht das Games auch nur das geringste damit zu tun haben. Nagut die Amokläufer haben sie gespielt. So wie so ziemlich jeder. Und es ist klar das diese Leute (die alle im Schützenverein waren) wenn sie Zugang zu Waffen haben und im Verein damit umgehen und sich irgendwann nur noch für Waffen interessieren, diese Spiele spielen. Aber wenn, und nur WENN Killerspiele irgendetwas auslösen, dann ist es das sich die potenziellen Gewalttäter daran höchstens abreagieren können und Aggression abbauen. sd
Auch Filme wie SAW haben meiner Meinung nach damit nichts zu tun. Sie mögen sehr schlecht, uninteressant und ohne Story seien. Aber nur wer sowieso schon eine Störung in der Psyche hat, kann Spiel und Film nicht von der Realität unterscheiden. Und auch ohne Killerspiele wäre mit Sicherheit jeder von Ihnen Amok gelaufen. Für mich ist das nur ein dummer Ausflucht der Politik und der Behörden. Weil sie eben nicht die geringste Ahnung haben warum es so ist. Selbst Psychologen (ich habe selbst mit einem gesprochen) halten es für Schwachsinn.
Ich meine, nehmen wir den "Baumstamm-Mörder" der einen Baumstumpf auf die Autobahn warf. Mag ein doofer Vergleich sein. Aber ihm wirft man auch nicht vor er hätte Tetris gespielt oder ?
Ganz davon abgesehen gibt es gewalttätige Jugendliche und überhaupt Menschen schon viel länger als Computerspiele oder Filme.
Was Counter Strike betrifft. Ich spiele es und auch viele andre Spiele. Bei Counter Strike geht es um Taktik. Man kann eine Runde gewinnen ohne überhaupt einen Schuss abzufeuern. Bei der deutschen Version gibt es nicht einmal Blut.
Ich habe auf MDR eine Dokumentation gesehen (eine Frechheit) da zeigen sie "Counter-Strike" als blutiges Spiel bei dem der Ego Person das Blut an der Hand klebt, und Extremitäten abgetrennt werden. Das war eine abwandlung von CS die nicht auf dem Markt ist sondern nur in Amerika von Hobby-Programmierern gemacht wurde.
Die Medien, die Politk und die Behörden werden immer unsachlicher wenn es um das Thema geht. Die meisten davon haben noch die Counter Strike gesehen geschweige denn gespielt. Sie wissen ja nicht mal was sie verkaufen lassen. Sonst wüssten sie das es in CS weder Blut noch herumfliegende Körperteile gibt. Vor allem ziehen sie alles über einen Kamm . Seit neuestem wird jetzt über das Spiel "Der Pate 2" hergezogen. Wow, das es im Mafialeben Revolver gibt, man Schutzgeld erpressen muss, mal eine Person stirbt und es mal Schlägereien gibt, das soll jemanden beeinflussen ?
Und bei dem ganzen Gerede um Killerspiele und den ganzen Kram. Im Bezug auf einen Amoklauf sollte statt "Counter Strike" und "Left 4 Dead" lieber "George W. Bush" und die "Al - Quaida" stehen.
Aber es müssen ja immer die "Killerspiele" was übrigens ein saudummer Begriff ist (sry) sein. :D
Stupid is, who stupid does (Forrest
Zuletzt bearbeitet am 12.04.09 17:24
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12.04.09 17:33 m1tch1

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Re: Gewaltfilme - Gewaltspiele und reale Blutbäder
Da kein Zeichen mehr frei war noch ne neue Antwort :D
Zur Schuld des Vaters. Klar hat er Schuld da er die Waffen herumliegen lässt. Aber ich meine der Sohn ist kein kleines Kind mehr.
Ich denke selbst wenn jemand mir eine Waffe hinlegt und sagt "lauf Amok damit" muss ich schwer psychisch gestört sein es zu tun.
Trotzdem ist natürlich nicht von der Hand zu weisen das Waffen in der Wohnung frei zugänglich nichts zu suchen haben. Ich finde sowieso: Man könnte in Schützenvereinen etc. ganz einfach mit normalen Luftgewehren schießen. Steht ja jetzt auch schon zur Debatte.
Überhaupt finde ich das Waffen niemals in Ordnung sind.
Außer natürlich in Tarantino Filmen :D (und andren)
Stupid is, who stupid does (Forrest Gump)
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12.04.09 22:36 VHS

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Re: Gewaltfilme - Gewaltspiele und reale Blutbäder
Zitat: Ich finde sowieso: Man könnte in Schützenvereinen etc. ganz einfach mit normalen Luftgewehren schießen. Da stimme ich dir uneingeschränkt zu. Ich war selbst lange Jahre Mitglied in einem Schützenverein. Die Argumentation, die man da hört, ist häufig die: es geht ja nicht um die Waffe an sich, sondern um den sportlichen Aspekt, den Wettkampf, um die ruhige Hand. Schon damals war meine Antwort darauf: Gut, wenn das so ist, dann macht es ja keinen Unterschied, ob die Waffe "Peng" oder "Plink" macht. Wenn ich den Sport wirklich auf diese sportliche Seite beschränke, ohne wirkliches Interesse an Waffen und "Wehrtechnik", dann kann ich rein theoretisch auch mit Plastikkugeln schießen, oder eben mit Luftdruckwaffen. Das wird aber nicht gemacht und nicht befürwortet, was mich zu dem Schluss bringt, dass eben doch mehr dahintersteckt.
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13.04.09 09:24 rainer
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Re: Gewaltfilme - Gewaltspiele und reale Blutbäder
Ich denke, in dieser schwierigen Diskussion sind "einfache Lösungen" nicht angebracht. Und diese "einfachen Lösungen", die von der Politik propagiert werden, sind im Grunde typisch deutsch. "Hilfe, wir Deutschen sterben aus!" - "Kein Problem, wir erhöhen das Kindergeld."
Nicht viel anders hier: "Killerspiele" verbieten, schärfere Waffenkontrollen oder überhaupt Waffenverbot, Problem gelöst! Oder auch nicht, denn womit werden seit jeher die meisten Morde verübt? Mit konventionellen Stichwerkzeugen, oder einem schweren Gegenstand, der gerade in der Nähe ist, oder mit bloßen Händen, etc. Was tun? Messer verbieten? Hände abhacken? Diese Probleme sind einfach zu komplex, um sie der plumpen Propaganda von Politikern und anderen "Experten" zu überlassen. Wusstet ihr zB, dass die meisten am. Amokläufer unter Medikamenteneinfluss standen? Wird nur komischerweise nie erwähnt ...
So schrecklich diese Taten auch sind: Wir können sie nicht verhindern. Und um mich nicht falsch zu verstehen: Weder zocke ich "Killerspiele", noch habe ich je in meinem Leben eine echte Waffe auch nur in Händen gehalten. Prinzipiell könnte es mir also völlig egal sein, wenn die Hälfte aller Computerspiele verboten werden würde, dito Waffenhaltung, böse Rap-Musik, schwarze Mäntel, etc. etc. Nichts davon würde mein eigenes Leben tangieren, bis auf eine Kleinigkeit: Weder löst blinder Aktionismus Probleme, noch lassen sich solche Maßnahmen mit meinen liberalen Einsichten vereinbaren.
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13.04.09 10:24 Narrator

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Re: Gewaltfilme - Gewaltspiele und reale Blutbäder
Ich habe einen guten Freund, der Jäger ist. Durch Ihn bin auch mal auf einen Schießstand gekommen und durfte mich mit einigen Waffen ausprobieren. Ich habe Snipergewehr, Schrotflinte und Magnum geschossen und muss zugeben, dass es mir auch etwas Spass gemacht hatte, die tödlichen Geräte auszuprobieren. Was mich aber ehrlich gesagt etwa geschockt hatte, war der leichtsinnige Umgang mit der Munition. Diese gabs am Tresen der Vereinskneipe und auf mein Verlangen bekam ich alles was ich bestellte. Ich hätte nicht gedacht, dass es so einfach sei ! Man stelle sich einfach vor, ich habe so ein Vorhaben geplant, es wäre echt kein Ding eine Schule oder eine Behörde nach Frust "niederzumähen".
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