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Gewaltfilme - Gewaltspiele und reale Blutbäder
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13.04.09 11:00
m1tch1 



Zitat
Re: Gewaltfilme - Gewaltspiele und reale Blutbäder

Nun, ich denke aber mit Platzpatronen oder mit Luftdruck hätte es das auch getan :)

klar Jäger können nur mit scharfer Munition schießen, auch wenn jagen sowiese wenig Sinn hat. Mein Onkel ist auch Jäger und er passt immer gut auf seine Sachen auf wie wahrscheinlich 99 % der Leute die mit Waffen zu tun haben. Aber was du erzählst Narrator ist schon echt krass, das man an der Theke einer Kneipe so einfach Munition bekommt.


Stupid is, who stupid does (Forrest Gump)





13.04.09 13:32
Narrator 



Zitat
Re: Gewaltfilme - Gewaltspiele und reale Blutbäder

Jagen hat schon einen gewissen Sinn, zum Beispiel wenn todkranke Tiere abgeschossen werden. Leider geht es aber nicht nur um diesen halbwegs vertretbaren Aspekt, sondern um den " Spass " am rumballern. Das finde ich unerträglich ! Da werden Reisen nach Ungarn veranstaltet, wo Hirsche sinnlos vors Korn genommen werden um damit zu Hause eine Tröphäe an der Wand zu haben. Schweinerei !
Ich merke gerade, dass ich etwas vom Thema abkomme, deshalb Back to Topic...

Ich würde die Amokläufe als spezifisches Spiegelbild dieser kranken Gesellschaft deklarieren. Der Staat samt seiner Politik hat grossen Anteil an der gegenwärtigen Lage. Viele Jugendliche sind stark gefrustet und sehr unzufrieden mit ihrer Lebenslage, das äussert sich auch in anderen Bereichen ( Fussball z.B.) des gesellschaftlichen Lebens. Aus der Polizei, dein Freund und Helfern wird ein ACAB ( All Cops are Bastards), welches man lautstark dem Machtinstrument des Staates entgegenschreit. Und die Polizei tut Ihr übriges, indem sie wie innerhalb einer Diktatur hart zurückschlägt. So baut sich weiter Frustpotenzial auf, ein nicht endenwollender Kreislauf.

Zuletzt bearbeitet am 13.04.09 13:37

13.04.09 13:41
m1tch1 



Zitat
Re: Gewaltfilme - Gewaltspiele und reale Blutbäder

Nun da hast du Recht mit dem Jagen das hatte ich nicht bedacht. Im übrigen geb ich dir auch Recht. Soll man sich doch mal die meisten 12-14 Jährigen anschauen wie sie den Leute namens "Hooligans" nacheifern wollen und eben mit diesem ACAB-Gerede herumbrüllen. Aber davon hört man ja nie was immer nur von "Killerspielen".


Stupid is, who stupid does (Forrest Gump)

13.04.09 14:09
Narrator 



Zitat
Re: Gewaltfilme - Gewaltspiele und reale Blutbäder

m1tch1:
Soll man sich doch mal die meisten 12-14 Jährigen anschauen wie sie den Leute namens "Hooligans" nacheifern wollen und eben mit diesem ACAB-Gerede herumbrüllen.

Nach den Hooligans hat sich in Deutschland eine Art Subkultur mit Namen Ultras gebildet, die den Begriff ACAB ebenfalls recht häufig benutzt. Gerade aber für diese Jugendlichen steht Gewalt eigentlich im Kampf gegen das System und die Gesellschaft nicht im Vordergrund. Da die Grundeinstellung jedoch sehr staatsfeindlich ist, werden sie tagtäglich durch Willkür der Polizei regelrecht zu Staatsfeinden und somit zu Gewalttätern gemacht. Viele junge Menschen finden den Weg in die Ultrakultur und sehen sich im Kampf gegen den maroden, absterbenden Kapitalismus bestätigt. Auch in diesem Teil unserer Gesellschaft erwarte ich in der nächsten Zeit einen grossen Frustknall - Opfer auf beiden Seiten nicht ausgeschlossen...


26.08.09 14:10
Narrator 



Zitat
Re: Gewaltfilme - Gewaltspiele und reale Blutbäder

Es ist gelogen, dass Videogames Kids beeinflussen. Hätte PAC MAN das getan,
würden wir heute durch dunkle Räume irren, Pillen fressen und elektronische Musik hören!
(Kristian Wilson, Nintendo Inc., 1989)

26.08.09 18:21
rainer 

Zitat
Re: Gewaltfilme - Gewaltspiele und reale Blutbäder

Das Problem mit diesen Themen ist meiner Ansicht nach, dass etwas Komplexes mit etwas Simplem nur scheinbar beantwortet werden soll. Wir Menschen sind keine Kaugummiautomaten, in die man ein Geldstück hineinwirft und dafür einen Kaugummi erhält. Wir sind ungeheuer komplexe Lebewesen! Bis heute ist ungeklärt, was genau eigentlich das Bewusstsein ist. Klar: Es gibt Theorien dazu, aber "erklären" kann man es immer noch nicht.
Kann ein "Killerspiel" Auslöser für eine Bluttat sein? Klar! Aber Leute drehen auch durch, wenn ihr Partner mit ihnen Schluss macht, jemand den letzten Parkplatz wegschnappt oder jemand einen unabsichtlich leicht anrempelt. Gerade die Tatsache, dass Millionen Menschen seit Jahren "Counterstrike" & Co zocken und nicht durchdrehten, spricht gegen die simplen "Problemanalysen".
Ganz zu schweigen davon, dass in einem Zeitraum von 99,9% der Menschheitsgeschichte auch ohne Computerspiele, Heavy-Metal-Musik oder Horrorvideos grauenhafte Verbrechen stattfanden.

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